|
|
 |
Rede von Joschka Fischer bei der Landesdelegiertenkonferenz Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen
26.02.05-27.02.05 Köln
Es gilt das gesprochene Wort
Liebe Freundinnen und Freunde,
wer hätte das gedacht, dass ich einmal fast in Rührung verfalle, bei einer
Begrüßung durch den Landesverband Nordrhein-Westfalen. Und ich meine das im
Ernst, natürlich sind die vergangenen Wochen an mir nicht spurlos
vorbeigegangen, aber kein Grund zur Klage. Kein Grund zur Klage, persönlich.
Die Zusage
erfolgte unter anderen Bedingungen vor vielen Monaten. Natürlich dachte ich,
daß ich hier die klassische Wahlkampfrede halte, aber ich muß anerkennen,
daß
die Öffentlichkeit und auch ihr, die Partei, eine Klärung und Erklärung in
eigener Sache erwarten.
Dazu, liebe Freundinnen und Freunde, wer mich kennt, zum Wegducken tauge ich
nicht. Zum Weglaufen auch nicht, aber ich mußte mir erst selbst Klarheit in
der Sache verschaffen. Und laßt mich hier beginnen mit den Vorwürfen an die
Partei, bevor ich sehr klar zu meiner Verantwortung komme. Was haben wir in
den letzten Wochen nicht alles lesen und hören müssen: Über
Multikulti-Seeligkeit, über Grüne Illusionen, Gutmenschen, die einen
idealistischen Blick auf
die Welt haben, wobei ich nichts gegen Ideale und Idealismus habe, ich sage
es
ganz offen. Was mußten wir uns nicht alles anhören, daß wir die Sicherheit
nicht Ernst nehmen würden. Diese Partei, der noch vor wenigen Wochen
vorgeworfen wurde, die Sicherheitsgesetze gemeinsam mit unserem
Koalitionspartner nach
dem 11. 09. gemacht zu haben. Mir wurde plötzlich vorgeworfen, daß ich aus
Idealismus blind gewesen wäre. Und jeder der mich kennt weiß, daß ich zwar
Ideale habe, aber nicht in der praktischen Politik naiv bin. Und diese
Vorwürfe
wurden festgemacht am Volmer-Erlaß. Und deswegen ist es mir so wichtig, daß
ich damit beginne, weil hier natürlich ein Kernbereich Grüner Politik
angegriffen wird. Ein Kernbereich unseres Gesellschaftsverständnisses und
unseres
Menschenbildes. Der Volmer-Erlaß, was regelte er denn? Der Volmer-Erlaß
regelte
im Rahmen der bestehenden, der existierenden ausländerrechtlichen Regelungen
und Verfahren, davon hat er nichts geändert, ausschließlich wenn es einen
Ermessungsspielraum gibt, nach allen Prüfungen, daß dieses Ermessen
reisefreundlicher genutzt werden soll. Das ist alles, liebe Freundinnen und
Freunde. Das
ist alles.
Und warum? Es war ja nicht nur, und Aktenstudium fördert manchmal wirklich
auch die Kenntnis. Es war doch damals der Druck aus dem Petitionsausschuß,
der
selbstverständlich auch von CDU/CSU-Abgeordneten ausging. Es war doch das
halbe Kabinett Kohl, daß im Menschenrechtsausschuß saß. Das läßt sich doch
alles heute nachvollziehen! Es war der Druck hier vor allen Dingen beim
Familiennachzug, nicht mehr diese enge Linie der Vorgänger-Regierung zu
fahren. Es
ging im Wesentlichen auch bei der Kritik um den Familiennachzug. Und damals,
Rüttgers wird sich noch daran erinnern, wurde er ja intensiv gelobt bei
seinen
Auftritten, auch von der Opposition, daran will man sich heute nicht mehr
erinnern. Und ich habe jede Menge Abgeordnetenbriefe, und ich sage das nicht
mit
Häme, sondern Sie haben ja Recht! Die von mir in Einzelfallentscheidungen
und
zwar von CDU/CSU, FDP, SPD und Grünen, die Einzelfallentscheidungen wollen,
im Zweifel für die Reisefreiheit. Und in vielen Fällen haben sie sogar
Recht!
Versteht mich nicht miss hier, es ist nicht so, daß ich das mit Häme
vorhalte, ich frag mich nur, warum manche davon heute in ihren unsäglichen
Angriffen
auf uns nichts mehr wissen wollen. Das ist die Frage, die mich tatsächlich
beschäftigt.
Meine lieben Freundinnen und Freunde, ich möchte an euch appellieren: Zieht
euch diese Vorwürfe nicht an! Die Partei muß sich für ihre Politik der
Menschenrechtsorientierung, der Weltoffenheit, der Toleranz nicht
verstecken. Dafür
müßt ihr euch nicht verstecken, im Gegenteil! Ganz im Gegenteil!
Und nun laßt mich die Entwicklung in Kiew erklären und hier die
Verantwortung klar stellen: Die Entwicklung in Kiew hat nichts mit Grüner
Politik, nichts
mit Grüner Programmatik und sie hat nichts mit dem Volmer-Erlaß zu tun, mit
dem sogenannten. Die Entwicklung in Kiew reicht zurück in die Zeit, als die
Mauer gefallen ist und wenn ich hier über die Vorgänger-Regierung spreche,
möchte ich gleich erwähnen, nicht um Verantwortung von mir abzuschieben.
Aber
ohne den historischen Kontext wird man Kiew nicht verstehen und die
Verantwortung nicht klären können. Die Entwicklung in Kiew reicht zurück in
diese Zeit,
als die Menschen reisen sollten und reisen wollten und ich war damals in der
Opposition dafür, daß sie reisten. Und dieses reisen, damals waren es
zuerst
die Polen und andere, später folgten Rumänen, Bulgaren und Ukrainer, hat
natürlich zu dieser Demokratieentwicklung beigetragen. Ich war damals dafür,
wie
viele andere dafür waren. Und es bestand das Problem, daß diejenigen, die
keine Einlader hatten, nicht reisen konnten, es sei denn, sie waren so
gutsituiert, daß sie das entsprechend nachweisen konnten. Und daraus
entstand die
Idee, statt einem Einlader eine Garantie zu entwickeln, eine Art
Reiseschutzbrief für Menschen, wie wir das wir alle aus dem Bereich des
Automobils kennen wo
es im Wesentlichen um die Frage der Krankenversicherung und der möglichen
Kosten im Falle eines notwendigen Rücktransportes ging. Das fand ich
eigentlich
ein richtiges Instrument, damit wir uns hier nicht missverstehen, was die
Vorgänger-Regierung entwickelt hat. Hinzu kam das Reisebüroverfahren. Beides
hat mit Grüner Politik nichts zu tun! Sondern diese Instrumente erwiesen
sich
recht früh, leider sage ich, als mißbrauchsanfällig. Und nun komme ich zu
der
entscheidenden Frage der Verantwortung. Und hier schiebe ich keine
Verantwortung ab. Ich, und ich rede hier nur von mir, und das hat nichts mit
der Partei
zu tun, ich habe zwei Fehler gemacht: Denn in meiner Zeit als Minister im
Herbst 99, wurden zwei Erlaße durchgeführt, die dieses mißbrauchsanfällige
Instrument, vor allem der Reiseschutzversicherung, noch mißbrauchsanfälliger
gemacht haben. Und zweitens, ich habe in den Jahren 2000 bis 2002, und wir
reden
hier nicht von der Gegenwart, wir reden hier über die Jahre 2000 bis 2002,
nicht schnell, nicht entschlossen und nicht umfassend genug als
verantwortlicher Minister gehandelt. Das sind meine Fehler! Das ist meine
Verantwortung. Die
schiebe ich nicht ab an die Vorgängerregierung, nicht an Kabinettskollegen,
nicht an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kiew und in anderen
Auslandsvertretungen, noch in der Zentrale, dafür habe ich einzustehen,
liebe
Freundinnen und Freunde. Und das sind auch nicht Fehler der Grünen Partei
und ihrer
Programmatik.
Aber zwei Dinge möchte ich hier gleich klarstellen: Erstens, die
Sicherheitsnachfragen im Ausländerzentralregister und im
Schengeninformationssystem sind
niemals eingestellt worden. Wer das behauptet, behauptet etwas falsches. Und
zweitens, die Dinge wurden völlig unabhängig vom Untersuchungsausschuß
frühestens im Frühjahr, spätestens im Frühjahr 2003 definitiv geändert. Zu
dieser
Verantwortung stehe ich. Ich habe es gerade gesagt: Da schiebe ich nichts
ab!
Und das wird zu bewerten sein. Und hier habe ich nichts zu verbergen,
sondern ich stehe zu diesen Fehlern, die ich als Minister für die Jahre 2000
bis
2002 einzustehen habe. Aber ich möchte auch an euch appellieren: Wenn jetzt
die
Debatte beginnt, wer wußte wann was. Daß ich das nur im Ausschuß lösen kann,
das ist nicht um mich zu verstecken. Mir wäre es lieb, ich könnte heute das
alles aufklären. Das würde mir nicht schaden, sondern nützen. Aber ich kann
das beim besten Willen aus dem Gedächtnis nicht nachvollziehen, nicht um
auszuweichen, sondern ich kann das nur an den Akten und Dokumenten, und
dafür gibt
es den Untersuchungsauschuß. Ich appelliere hier auch an die Medien, dafür
Verständnis zu haben, daß diese Details, beim besten Willen nicht aus dem
Gedächtnis gelöst werden können.
Und dann liebe Freundinnen und Freunde, gibt es ein drittes, was ich mir
vorwerfe. Was mich richtiggehend innerlich umtreibt. Es ist natürlich
Schuld
daran zu sein, daß die CDU/CSU jetzt die unmöglichen Diffamierungen gegen
unsere Politik öffentlich vornehmen können. Was wurde da nicht alles
behauptet,
was wurde da und wird da nicht alles behauptet. Gerade Herr Rüttgers heute
wieder. Ihr habt es schon angesprochen. Da wird also gesagt, Schleusen sind
auf,
illegale Zuwanderung. Da werden die Ukrainer generell als Kriminelle
dargestellt, Zwangsprostitution, wobei ich von den entsprechenden
Hilfgruppen,
Frauenhilfgruppen Schreiben bekommen habe, daß mitnichten ein Anstieg zu
verzeichnen ist. Aber jeder Fall von Zwangsprostitution ist einer zuviel, es
ist ein
übles Verbrechen, liebe Freundinnen und Freunde. Da geht es um die
Kriminalstatistik, jetzt erläutern Kriminalisten, daß die Kriminalstatistik
das alles
nicht hergibt, diese Vorwürfe. Daß das alles nicht hergibt. Und ich
appelliere
hier nochmals an die Union. Sie soll meinetwegen meine Fehler anprangern.
Sie
soll meinen Rücktritt fordern. Aber sie soll endlich aufhören ein tapferes,
ein ganzes Volk der Ukraine als Kriminelle zu stigmatisieren, nur um
innenpolitisch einen Wahlvorteil zu haben.
Das ist moralisch unanständig! Und Sie wissen, daß es nicht zutrifft! Aber
es schädigt auch die Sicherheitsinteressen unseres Landes. Die Bilder der
frierenden Studenten, im letzten Dezember, die sich unter hohem persönlichen
Risiko für die Grundwerte des neuen Europas, nämlich das jedes Volk in
freier
Selbstbestimmung und in freien und geheimen Wahlen entscheidet, wer es
regiert.
Die sich dafür eingesetzt haben. Die haben nicht nur für ihre eigene
Freiheit gekämpft, sondern sie haben auch für ein neues Europa gekämpft, für
neue
Grundsätze und für unsere Interessen, liebe Freundinnen und Freunde! Für
unsere
Interessen! Für die deutschen Interessen!
Und wenn ich den Regierungssprecher von Herrn Koch in Hessen höre, der
chinesische Touristen gegen ukrainische Schwerstkriminelle stellt. Und wenn
ich
dann von Frau Merkel höre, und ich finde das einen richtigen Gedanken, die
die
Fraktionen haben, Präsident Lutschenko in den Bundestag zu einer Rede
einzuladen, dann bitte, sag ich Frau Merkel, dann muß sie diesen unsäglichen
Satz
von Herrn Metz, der in Auftrag von Herrn Koch gesprochen wurde, vorher vom
Tisch nehmen, oder sie muß ihn Herrn Juschchenko erklären, liebe Freundinnen
und
Freunde.
Die CSU/CSU will, daß die Ukraine sich Europa nähert. Da gibt es kein
Widerspruch. Ich halte das für einen ganz wichtigen Punkt. Und ich war jetzt
bei
der NATO, ich war im EU-Format, dem Europäischen Rat, und überall wird
natürlich über die Öffnung der Ukraine zu Europa gesprochen unter Einschluß
von
Visa-Erleichterungen. Und die CDU ist dafür. Und die CSU ist dafür. Im
Europaparlament haben sie noch dafür gestimmt. Also was soll dann diese
unsägliche
Kampagne? Gegen die Ukrainer. Was soll das?
Aber liebe Freundinnen und Freunde, ihr kennt mich: Wir Grünen müssen
Freiheit und Sicherheit im zusammenwachsenden Europa natürlich auch immer
wieder
versuchen neu zu bestimmen. Freiheit und Sicherheit. Wir können uns dieser
Debatte nicht entziehen, wobei ich das jetzt nicht sage, geht in Richtung
Sicherheit, da ist es sicherer, im Gegenteil, diese Partei steht vorallem
für
Freiheit, für Menschenrechte, für Minderheitenschutz. Das ist unsere Rolle
auch im
Parteiensystem, die sollten wir uns weder durch solche Kampagnen, noch durch
etwas anderes nehmen lassen. Das ist eine Kernaufgabe der Grünen Partei.
Dennoch, wir werden diese Debatte weiterzuführen haben, im Rahmen
Europäische Visadatei, auch für biometrische Merkmale. Ich sage auch, eine
höhere
Prüfdichte, ich habe hier auf dem Parteitag nicht mehr Personal zu
reklamieren,
ich werde es an anderer Stelle tun. Aber ich möchte ein zweites in Richtung
der Opposition sagen: Man weißt ja zurecht immer darauf hin, und ich will
das
auch unseren Menschen sagen, was meine Erfahrungen hier als Außenminister in
den sechseinhalb Jahren sagt: Man weißt zurecht immer darauf hin, wir sind
stolz darauf, wieviele Arbeitsplätze hier erhalten und geschaffen werden.
Dadurch das Deutschland Nummer Eins in den Exporten ist, Exportweltmeister.
Nur
dann muß doch auch klar sein, daß wir eine gewisse Weltoffenheit brauchen.
Wir
können doch nicht dumpfen Stammtischparolen hinterherrennen, nicht nur
moralisch fände ich das falsch, nicht nur politisch fände ich das falsch,
sondern
auch wirtschaftlich wäre dies ein Desaster. Wir leben von der Welt und
müssen
uns deswegen auch öffnen, für die Welt. Wir wollen mit der Welt leben, wir
hängen davon in vielfältiger Weise ab.
Und da kommt jetzt Herr Stoiber, hunderttausende von Schwarzarbeitern, und
fünf Millionen Arbeitslose. Da frage ich Herrn Stoiber: Was haben die
Ereignisse 2000 bis 2002 mit den Arbeitslosenzahlen 2005 zu tun? Liebe
Freundinnen
und Freunde: gar nichts! Diese Bundesregierung ist die erste, die zum
ersten
Mal es geschafft hat, nach vielen Jahren, ein Absinken der Quote von
Schwarzarbeit zu erreichen im letzten Jahr. Diese Bundesregierung hat durch
entsprechende gesetztliche Änderungen neue Instrumente hier eine Änderung
herbeigeführt. Wir haben uns im Zusammenhang von Hartz IV endlich auch
ehrlich gemacht.
Und das ist das Problem mit den fünf Millionen und über fünf Millionen. Weil
natürlich jetzt die alleinerziehenden, die bisher in der Sozialhilfe hingen,
weil sie keinen Betreuungsplatz bekommen hat, mit in diesem Segment der
vermittelbaren Arbeitslosen angekommen ist. Daß die Langzeitarbeitslosen,
die in
der Sozialhife sind, die dort nicht rausgekommen sind, sind jetzt ebenfalls
in
dem Bereich der zu vermittelnden Arbeitslosen. Und das hat zu diesem Anstieg
geführt. Aber ich appelliere hier an euch in Nordrhein-Westfalen und auch an
den Koalitionspartner: Wir werden jetzt hier durchgehen müssen. Wir müssen
den Punkt erreichen, wo die Alleinerziehende einen Arbeitsplatz bekommt und
die
Agentur die Betreuungskosten übernimmt. Wo der Dauerarbeitslose aus der
Sozialhilfe rauskommt und wieder in die Arbeit reinkommt, liebe Freundinnen
und
Freunde. Ich weiß, wie schwer das ist!
Ich weiß, wie schwer das ist, gerade jetzt in diesem Wahlkampf, in diesem
Land, aber wenn wir das nicht gemeinsam durchstehen, dann wird das am Ende
bei
Rüttgers und der FDP landen, und das wird nicht im Interesse der
Arbeitslosen
sein, das wird nicht im Interesse von mehr Gerechtigkeit, von mehr Ökologie
und mehr Bürgerfreundlichkeit sein. Das wird nicht im Interesse eines
weltoffenen Deutschlands sein, sondern das wird gerade das Gegenteil
bedeuten und
deswegen müssen wir an diesem Punkt zusammenstehen und gemeinsam kämpfen.
Ich weiß, dieser Wahlkampf wird alles andere als einfach. Aber ich möchte an
euch appellieren: Wir hatten oft Streit in Sachfragen, wer könnte das
vergessen. Aber in einem waren wir uns immer einig: Wenn unsere Partei,
aufgerufen
war, zusammenzustehen. Wenn es um die Verteidigung von Minderheitenrechten
geht, da waren wir manchmal ziemlich allein, das werden wir nicht vergessen.
Wenn wir denen noch eine Stimme gaben, die keine Stimme hatten, oder denen
man
sie verweigerte. Wenn es um Minderheitenrechte und ihren Schutz ging, um
Menschenrechte, um Weltoffenheit, dann ist diese Partei immer gestanden. Wir
haben uns da nie weggeduckt, nie weiche Knie gehabt, und wenn wir allein
standen,
standen wir allein. Und das muß ich euch ehrlich sagen, das ist für mich
eine der ganz ganz positiven Erfahrungen mit unserer Partei.
Und das ist eine der ganz wichtigen Erfahrungen, die ich in dieser Partei
gemacht habe. Und deswegen müssen wir diese Skandalisierungsversuche
annehmen.
Ihr habt euch für nichts zu entschuldigen! Diese Partei hat keinen Fehler
gemacht! Unser Programm muß fortentwickelt werden! Aber wir müssen an
unseren
Grundsätzen festhalten. Ihr braucht da den Kopf nicht einzuziehen. Ihr müsst
euch nicht wegducken. Ihr müßt euch nicht entschuldigen und schon gar nicht
für
meine Fehler. Für die habe ich geradezustehen. Sondern worum es jetzt geht,
daß wir diese unsäglichen Skandalisierungen nicht hinnehmen. Daß wir nicht
hinnehmen, daß eine ganze Politik diskreditiert wird der Weltoffenheit, der
Toleranz, der Minderheitenfreundlichkeit, auch der notwendigen Sicherheit in
Abwägung aber, mit einer Freiheit, wie wir sie haben wollen, mit einer
offenen
Gesellschaft. Daß diese Partei diese Herausforderung in diesem Wahlkampf
offensiv und selbstbewußt annimmt. Das ist, was ich mir wünsche, liebe
Freundinnen
und Freunde!
Und ich sage euch an dem Punkt: Wenn wir diese Herausforderung annehmen,
wenn wir diese Herausforderung annehmen, und zwar selbstbewußt, und ich sage
das
auch in Richtung des Koalitionspartners, weil ich auch für Rot-Grün kämpfe,
wenn wir diese Herausforderung selbstbewußt annehmen, wenn wir uns nicht
wegducken, sondern offensiv in diese Auseinandersetzung reingehen, dann bin
ich
mir sicher, dann wird Nordrhein-Westfalen erneut Rot-Grün gewonnen werden.
Und
wenn ihr es wünscht, und wenn ihr es wünscht, dann werde ich in dieser
Auseinandersetzung, wie auch früher, ganz vorne, da wo es am heftigsten ist
im
Getümmel, gemeinsam mit euch für die Erneuerung einer starken Grünen
Position in
Nordrhein-Westfalen und für Rot-Grün kämpfen.
Ich danke Euch, liebe Freundinnen und Freunde.
Zurück zur Themenübersicht
|

|
|
 |
 |
 |
 |
 |
25.03.2008: Kommunale Energiedienstleistungen ermöglichen – bürgernah, ökologisch und sozial (Pressemitteilungen) |
24.03.2008: echerchen des Solarenergie-Fördervereins Deutschland: Das Ende des Photovoltaik-Booms in Deutschland (Pressemitteilungen) |
22.03.2008: Leck in Ethylen-Pipeline wirf auch neue Fragen zur Sicherheit der CO-Pipeline auf (Pressemitteilungen) |
20.03.2008: Nach Störfall im Chemiepark Worringen: BUND erstattet Strafanzeige und fordert Konsequenzen (Pressemitteilungen) |
19.03.2008: Nach zwei schweren Chemie-Unfällen in einer Woche: Umfassender Störfall-Bericht im Umweltausschuss gefordert (Pressemitteilungen) |
19.03.2008: Unfall im Ineos-Werk: Aufnahme in die Tagesordnung der nächsten Ratssitzung (Pressemitteilungen) |
++++ Wirken Sie mit! ++++ Jetzt direkt online Mitglied werden! (Mitglied werden) |
 |
 |
 |
 |
 |
|