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Agenda 21 - Lokale UmsetzungDer Dormagener Weg in der lokalen Agenda 21

"Nachhaltigkeit" ist so als hat man 100.000,00 DM auf der Bank und mensch lebt nur von den Zinsen ohne die Substanz aufzuzehren.

Zur Agenda gehören die Ökologie, Ökonomie und Soziales (wie auch Gleichstellung von Mann und Frau)



Ende 1996 wurde der Beschluss gefasst, den lokalen Agenda-Prozeß in Gang zu setzen. Von Seiten der Stadtverwaltung ist kaum etwas passiert. Zwar ist Dormagen Mitglied im "Klimabündnis" gewesen, aber keine erkennbaren Konzepte.

Der damalige Umweltschutzbeauftragte, Prof. Dr. Peter Heck wollte auf Gremien im eigentlichen Sinne, wie einen zusätzlichen Ausschuss oder eine politische Lenkungsgruppe verzichten. Er befürchtete, dass dort Beschlüsse gefasst werden können, die nicht umgesetzt werden und am Ende die Beteiligten frustriert sich abwenden. Es sollten pragmatische Lösungen gefunden werden.

Die Stadt Dormagen ist auf dem Gebiet der Anwendung von Solarenergie (eigenes Fördermodel) sehr weit, sowohl der Sonnenkollektoren als auch der Photovoltaik. Hier trifft sich einmal im Monat der "Solarstammtisch", dies ist ein reger Meinungsaustausch zwischen Besitzern solcher Anlagen, Anlagenbauer (Handwerker), der evd (Energieversorgung Dormagen), der Stadtverwaltung (Umweltteam), der Politik, Umweltverbänden und Interessierten.

Dormagen ist Projektleiter des LSDN (Local Sustainable Development Network = Lokale Nachhaltige Entwicklung Netzwerk)-Projektes. Ein mit EU-Mitteln gefördertes Projekt, an dem Dormagen, Fürstenwalde (D), Redange (LUX), Toro (E) und Tulln (AUS) beteiligten sind. Hier allerdings gibt es in Dormagen eine Lenkungsgruppe, die den Prozess für Dormagen steuert, diese ist politisch begleitet, steht aber allen offen. Zwischen den Projekt-Partnerstädten besteht ein reger Austausch, es wurde verschiedene Arbeitsgruppen gebildet, so z. B. die AG "Kommunikation", die die Kommunikation der Projektziele, -wege und Ergebnisse in die Öffentlichkeit verbessern soll, es gibt auch fachliche AGs.

Dormagen hat sein Holzschnitzelkraftwerk, das das Raphaelshaus (ca. 250 Menschen) mit Wärme versorgt, in das Projekt eingebracht, die Spanier machen diese Biomasseverwertung mit Rebschnitt, die Österreicher mit Getreide.

Es gibt örtliche Kooperationspartner des Agenda Prozesses, dazu gehört der BUND, das Raphaelshaus, der IB, DHG etc. Es ist wichtig, möglichst viele zu erreichen, die als Multiplikatoren wirken. Es ist wichtig, die Menschen zusammen zu bringen.

Es werden so viele Kontakte geknüpft, in den jeweiligen Kommunen selber als auch zwischen den jeweils beteiligten Projekt-Partnerstädten, die dann zu neuen Agenda-Aktivitäten führen, z.B. die Biogasanlage von Bauer Heuser. Der Vorschlag kam vom BUND, Projektdurchführung Heck. Biogasanlage ist besonders günstig, da der Landwirt Kälte und Wärme zur Käseherstellung benötigt.

Im Rahmen des Agenda-Prozesses hat sich der BUND verpflichtet, den Prozess in der Bevölkerung bekannt zu machen. Diese dazu gibt er unter anderem Info-Faltblätter heraus. Für diese Tätigkeit erhält der BUND Fördergelder. Auch der praktische Ansatz, die Verhaltensänderung, stehen im Vordergrund. Den BürgerInnen sollen Angebote zum mitmachen gegeben werden.

Die soziale Komponente ist zum einen das Schaffen von neuen Arbeitsplätzen, dies erfolgt über den IB.

Bei dem ganzen muss aber die Stadtverwaltung und hier der Bürgermeister dahinterstehen.

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