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Behindertenpolitik in DormagenBehindertenpolitik in Dormagen

In der Behindertenpolitik vollzieht sich in den letzten Jahren zunehmend ein Bewusstseinswandel dahingehend, dass die Fähigkeiten von Menschen mit Behinderungen und ihr Recht auf umfassende Teilhabe am Leben in der Gesellschaft in den Vordergrund gerückt werden.

Vorrangiges Ziel ist auf der individuellen Ebene die Förderung einer selbständigen und selbstbestimmten Lebensführung von Menschen mit Behinderungen. Zugleich soll auf gesellschaftlicher Ebene eine Kultur selbstverständlicher Akzeptanz entstehen, in der das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderungen in allen Lebensbereichen gesellschaftliche Normalität ist.

Das Handlungsprogramm soll keine umfassende Darstellung aller Angebote und Leistungen für Menschen mit Behinderungen enthalten. Es sollte sich auf kommunale Aufgabenfelder mit dem Ziel konzentrieren, eine handlungsorientierte Grundlage für die Kommunalpolitik und verwaltung sowie für freie Träger zu schaffen.

Die Förderung der Integration von Menschen mit Behinderungen ist eine Querschnittsaufgabe, da verschiedene Lebensbereiche von Menschen mit Behinderungen und damit auch unterschiedliche Aufgabenbereiche der Verwaltung bzw. des Rates und seiner Ausschüsse berührt werden. Die Maßnahmeempfehlungen zu den einzelnen, im Handlungsprogramm zu thematisierenden, Handlungsfeldern sollen die Grundlage für weitergehende Überlegungen zur bereichsspezifischen Beurteilung und Weiterentwicklung der Angebote und Hilfen bilden. Das Handlungsprogramm soll nach den Vorstellungen der Ratsfraktion Bündnis 90/Die GRÜNEN kein starrer Plan sein, sondern Ausgangspunkt für eine konstruktive Diskussion über die zukünftige Gestaltung von Angeboten und Strukturen. Insofern sollte das Handlungsprogramm kontinuierlich fortgeschrieben werden.

In Dormagen gibt es ein breites Spektrum an Angeboten und Hilfen für Menschen mit Behinderungen. Die Angebote beziehen sich auf Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen, wirken in alle Lebensbereiche hinein und werden von verschiedenen Trägern sowie Behindertenverbänden, vereinen und gruppen getragen. Die bestehende Angebotsvielfalt ist häufig sowohl für Außenstehende als auch für Fachleute nur schwer zu überblicken. Auch hier könnte das Handlungsprogramm Integrationsförderung einen Überblick über die Arbeit für und mit Menschen mit Behinderungen bieten.

Mögliche Handlungsfelder könnten zum Beispiel sein:

Kindergärten

Es gibt integrative Kindergärten, doch leider zu wenig. Noch immer müssen Eltern mit ihren behinderten Kindern weite Wege zurücklegen, um einen integrativen Kindergarten zu erreichen, so sie denn einen Platz bekommen.

Schulen

Es gibt integrative Schulen, wie die HermannGemeinerSchule und die Gesamtschule. Aber es gibt keine Realschule und kein Gymnasium, dass für Rollstuhlfahrer zugängig wäre. Derart betroffene SchülerInnen müssen nach Köln oder Düsseldorf.

Verkehr

Die Bahnhöfe in Dormagen und Nievenheim sind für behinderte Menschen zugängig. Leider fallen die Aufzüge in Dormagen durch äußere Gewalteinwirkung oft aus. Hier könnte mit einem organisierten Schließsystem Abhilfe geschaffen werden.

Die Stadtbusse sind als Niederflurbusse ausgelegt und damit rollstuhlgerecht. Was fehlt, ist der Ausbau der Haltestationen zu sogenannten BusCaps, im einzelnen schon durchgeführt, wie in Stürzelberg, Am weißen Stein.

Trotzdem wird es immer behinderte Menschen geben, die auf den Behindertenfahrdienst angewiesen sind. Die Sicherung dieses Fahrdienstes durch eine Selbsthilfeorganisation ist zu wenig.

Kultur

Die kulturellen Stätten in Dormagen sind behindertenzugängig, (Kulturhalle, BvA-Gymnasium (hier fehlt eine behindertengerechte Toilette), VHS, Bibliothek). Es gibt aber keinen Eintrittsnachlass für behinderte Menschen, wie in anderen Kommunen.

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