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Chemie-Unfall bei Ineos – Aufklärung gefordert
vom 19.03.2008
Dormagen. Nach dem Brand eines Tanklagers bei der Firma Ineos fordern die GRÜNEN die rückhaltlose Aufklärung aller Umstände, die zu dem größten Feuerwehreinsatz in Köln nach dem Zweiten Weltkrieg geführt haben. „Insbesondere die AnwohnerInnen haben sich über widersprüchliche Informationen während und unmittelbar nach der Katastrophe beklagt”, stellt GRÜNEN-Fraktionsvorsitzender Ingo Kolmorgen fest. Auf Antrag der GRÜNEN wird sich deshalb auch der Umweltausschuss des Landtags mit der Katastrophe beschäftigen.
Der Unfall zeige einmal mehr, dass der Umgang mit chemischen Produkten nicht ohne Risiko ist und daher besondere Sorgfalt und ein Höchstmaß an technischer Sicherheit erfordert. Das es zu der Brandkatastrophe gekommen ist, lässt auf Lücken im Sicherheitskonzept schließen, die schnellstmöglich erkannt und ausgeräumt werden müssen.
„Die Bürgerinnen und Bürger sind besorgt und das zu Recht. Ineos und auch der Chemieparkbetreiber sind aufgefordert, die offensichtlichen Sicherheitsmängel sofort zu beheben. Für mich ist es unerklärlich, wie es zu dieser Leckage gekommen ist und warum das nicht rechtzeitig aufgefallen ist. Darüber hinaus ist es erschreckend, dass der Brand dann auf weitere Produktionsstätten übergreifen konnte. Hier sind eine ganze Reihe von Fragen offen, die umgehend von den Verantwortlichen geklärt werden müssen”, fordert Kolmorgen.
Die GRÜNEN beabsichtigen auch, den Vorfall auf die Tagesordnung der nächsten Ratssitzung setzen zu lassen, damit die Verantwortlichen der Firma Ineos zu den Vorfällen Stellung nehmen können.
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