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Bahncardpreise: Stammkundschaft zahlt drauf - Bonus fürs Autofahren
vom 28.11.2007

Berlin. Zur Meldung der DB AG, dass die Bahncard-Preise zum Fahrplanwechsel deutlich
steigen werden, erklärt Winfried Hermann, verkehrspolitischer Sprecher:


Mit der 10-prozentigen Erhöhung der Preise für die Bahncard 25 und 50 setzt die
Deutsche Bahn ihre unsensible Fahrpreispolitik zulasten ihrer Stammkundschaft
fort. Insbesondere Vielfahrende sowie Pendlerinnen und Pendler der
klimafreuendlichen Bahn werden gleich mehrmals zur Kasse gebeten.

Drauf zahlt, wer im Nahverkehr aufs Auto verzichtet und die Regionalbahnen
nutzt. Ein Fahrschein im hoch subventionierten Nahverkehr kostet ab 12.12.2007
bereits 6,8 Prozent mehr als im Vorjahr und nun kommen noch 10 Prozent
Mehrkosten für die Bahncard hinzu.

Drauf zahlt, wer die Deutsche Bahn viel und flexibel nutzt. Die Stammkundschaft
subventioniert die intransparenten und unflexiblen Spezialangebote für
Gelegenheitsnutzerinnen und -nutzer. Bei diesen Sonderangeboten bleibt es jedoch
ein Lotteriespiel, auf welchen Strecken sie gelten und wie lange der Vorrat
reicht.

Doch was dem Fass den Boden ausschlägt: Bahnbonuspunkte für die Bahncard gibt es
künftig auch fürs Autofahren sowie in Hotels. Als Prämie winken Flugreisen.
Diesen Zusatznutzen versteht nur, wer bedenkt, dass das Kerngeschäft der DB AG
nicht der deutsche Schienenverkehr ist. Kein Wunder, stammen doch viele DB
Manager aus der Flugverkehrsbranche.

( Pressemitteilung Nr. 01293/2007 der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen )

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