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Klimaschutz: GRÜNE unterstützen Merkels kategorischen Imperativ
vom 23.10.2007
Düseldorf. In einem ZEIT-Interview hat Bundeskanzlerin Merkel gesagt: "Kein Mensch hat per se das Recht, dem Klima mehr Schaden zuzufügen als andere". Die Grünen fordern in einem Antrag, diese Aussage der Bundeskanzlerin und CDU-Parteivorsitzenden Dr. Angela Merkel zur Beschlusslage des NRW-Landtags zu machen. Dazu erklärt Reiner Priggen MdL, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und energiepolitischer Sprecher:
"Merkels kategorischer Imperativ zum Klima ist einfach, klar und richtig. Klimaschutz ist auch eine Frage globaler Gerechtigkeit. Es ist auf Dauer nicht zu akzeptieren, wenn zum Beispiel jede Bürgerin und jeder Bürger in NRW im Durchschnitt 16 Tonnen CO2-Emissionen verursacht, die Menschen in Indien pro Kopf aber nur zwei Tonnen. Boomende Staaten wie China und Indien werden sich aus nachvollziehbaren Gründen an Klimaschutzanstrengungen nur beteiligen, wenn es eine für jeden Menschen auf der Welt identische Emissionsobergrenze geben wird.
Diese einfache, aber in ihren Konsequenzen radikale These hat Bundeskanzlerin Merkel völlig richtig erkannt - ganz anders die NRW-Landesregierung, die das bisher zum klimapolitischen Unsinn erklärt hat.
Mit der Zustimmung zur Aussage der Bundeskanzlerin möchten wir den Koalitionsfraktionen die Möglichkeit geben, den ersten Schritt eines Sinneswandels beim Klimaschutz zu dokumentieren."
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