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Folgen von Kyrill für den Wald in NRW
vom 22.01.2007
Düsseldorf. Remmel: Stoppen Sie die 'Forstreform', Herr Uhlenberg!
Der Orkan Kyrill hat in der vergangenen Woche schwere Schäden in den Wäldern von NRW angerichtet. Landesweit sind nach bisher internen Berechnungen des Umweltministeriums mindestens acht Millionen Festmeter Holz vernichtet worden. Das ist das zwei- bis dreifache des jährlichen Jahreseinschlags. Von allen Bundesländern ist NRW am schwersten betroffen. Hierzu erklärt Johannes Remmel MdL, Parlamentarischer Geschäftsführer und forstpolitischer Sprecher:
"Der Landesbetrieb Wald und Holz kann nicht gleichzeitig den größten Einschnitt in ihrer Organisationsstruktur und die Folgen des folgenschwersten Sturms seit Jahren bewältigen. Mehr denn je braucht der Wald in NRW jetzt eine funktionsfähige Forstverwaltung. Stoppen Sie diese 'Forstreform', Herr Uhlenberg!
Nicht nur der Sturm, auch das Krisenmanagement der Landesregierung ist eine Katastrophe. Anders als in anderen weniger betroffenen Bundesländern hat die Landesregierung keinen Krisenstab eingerichtet. Der zuständige Minister findet erst vier Tage nach dem Sturm Zeit, sich von Schäden vor Ort ein Bild zu machen. Obwohl im Ministerium Zahlen bereits vorliegen, wird das wahre Ausmaß der Katastrophe verschwiegen. Und vom grünen Tisch aus verkündet Minister Uhlenberg, die Katastrophe werde nichts an der geplanten Forstreform ändern.
Dabei stellen die Folgen dieser Naturkatastrophe die Forstwirtschaft in NRW vor immense Herausforderungen. Es wird Jahre dauern, die Schäden zu beheben. Um das bewältigen zu können, bedarf es einer konzertierten Aktion der Landes NRW. Das bedeutet angemessene Hilfen durch ein Sofortprogramm für die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer und vor allem ein Aussetzen der von der Landesregierung geplanten 'Forstreform'.
Schon vor Kyrill stieß die Forstreform, bei der 20 von 35 Forstämtern geschlossen und die Zahl der Försterinnen und Waldarbeiter drastisch reduziert werden soll, auf die einhellige Kritik bei allen Fachleuten. Doch jetzt verträgt der Wald in NRW erst recht nicht auch noch einen Kahlschlag in der Forstverwaltung."
Zu diesem Thema hat die Grüne Fraktion eine Aktuelle Stunde für die kommende Plenarsitzung beantragt.
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