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Antrag: Dimmer für Straßenbeleuchtung
vom 06.03.2006

Dormagen. Antrag zur nächsten Sitzung des Ausschusses für Bauangelegenheiten
und öffentliche Sicherheit und Ordnung


Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss bittet die Verwaltung zu prüfen, ob während der Nachtstunden bei der Straßenbeleuchtung im Stadtgebiet ein sogenanntes „Dimmen” der Beleuchtung möglich ist und ihm ggf. in einer der nächsten Sitzungen eine entsprechende Liste der empfohlenen Straßenzüge zur Beschlussfassung vorzulegen

Begründung:

Aus Gründen der Kostenreduktion schalten einige Kommunen in der Nacht einige Straßenlaternen ganz ab, so z.B. im Kreisgebiet die Stadt Meerbusch. Hiergegen erhebt sich jedoch bei Teilen der Bevölkerung Widerspruch, zum Teil auch aus Gründen eines dadurch beeinträchtigten subjektiven Sicherheitsgefühls.

Eine Alternative zum Abschalten der Straßenbeleuchtung eignet sich aus Sicht der Fraktion von Bündnis 90/Die GRÜNEN ein „Dimmen” der Beleuchtung. Während eine normale Glühlampe allein durch Absenkung der Spannung dunkler gedreht werden kann, ist das bei den in den meisten Straßenlaternen verwendeten Gasentladungslampen kaum möglich. Diese benötigen eine Mindestspannung, um überhaupt zu leuchten.

Dem Unterzeichner sind zwei Unternehmen bekannt, die mit Förderung des Bundes-wirtschafts-ministeriums einen elektronischen Dimmer entwickelt haben, der die Helligkeit der Straßenlampen stufenlos regeln kann. Es sind dies die Firmen KD-Elektroniksysteme und ISLE.

Der entwickelte Dimmer hält die Spannung von 230 Volt konstant und reduziert dafür den zugeführten Strom. Eine computergesteuerte Zeitschaltuhr im Verteilerschrank gestattet bis zu drei frei einstellbare Absenkphasen in der Nacht. Die Leuchtstärke der Lampen kann so der lokalen Verkehrsdichte um die jeweilige Uhrzeit angepasst werden und sorgt auch in der Nacht für eine gleichmäßige Ausleuchtung der Straßen.

In den Gemeinden Steckby (Sachsen-Anhalt) und Schmiedefeld (Thüringen) sind zwei Pilotanlagen erfolgreich getestet worden. Daneben haben, nach Kenntnis des Unterzeichners, sieben weitere Gemeinden, diese Anlagen bereits eingesetzt. Aus den Erfahrungsberichten ist bekannt, dass bis zu zwei Drittel an Strom gespart werden kann. Je nach Lampenleistung und –anzahl pro Straßenzu macht das im Jahr einen Betrag zwischen 300,00 und 600,00 € aus, daneben erhöht das Verfahren die Lebensdauer der Lampen.

Weitere Begründungen erfolgen mündlich in der Sitzung.


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