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Wider die Kälte
vom 07.10.2003

Berlin. Zur Diskussion in der Union über den Vorschlag der Herzog-Kommission erklärt Angelika Beer, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

"Nun liegt die Alternative, deren Umsetzung Angela Merkel "Eins zu Eins" verkündet hat, auf dem Tisch: Die Union bezieht Stellung, und zwar mit einem Vorschlag, der einen radikalen Sozialabbau beinhaltet und der unverhohlen soziale Ungerechtigkeit befördert. Schon heute steht darüber hinaus fest: Die Massnahmen der Herzog-Kommission sind nicht nur unbezahlbar, sondern auch mit einem grossen Aufwand an Bürokratie verbunden.

Dass nicht nur Seehofer, Blüm und Geissler, sondern nun auch Stoiber diese Totalabkehr der Unions-Spitze von den eigenen christlich-demokratischen Werten kritisieren, macht das besondere Ausmass der sozialen Kälte dieses Vorschlags deutlich. Statt sich am sozialen Kahlschlag zu beteiligen, bieten wir ihnen an, die Massnahmen zum strukturellen Umbau und damit zur Sicherung des Sozialstaates durch die rot-grüne Regierung zu unterstützen.

Insbesondere das Modell der Kopfpauschalen reisst neü Gerechtigkeitslücken: Es kann nicht sozial gerecht sein, dass Aussenminister und Krankenschwester in gleicher Höhe Beiträge in das System der sozialen Sicherung einzahlen. Auch hier liegt die Alternative klar auf der Hand: Unser Vorschlag zur Reform bleibt die Bürgerversicherung."

( Pressemitteilung Nr. 138/03 der Partei Bündnis 90/Die Grünen )

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