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Neue Wege für die Mobilität
vom 12.09.2003

Dormagen. Zur europäischen Woche der Mobilität vom 16. - 22. September und dem Aktionstag "In die Stadt - ohne mein Auto" am 22. September 2003 erklärt Sascha Leszczenski, Vorstandssprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Dormagen:

"Die Dürreperiode des Sommers 2003 und die Überschwemmungen des letzten Jahres sind deutliche Zeichen dafür, dass der Klimawandel bereits im vollen Gange ist. Während in vielen Bereichen deutliche Fortschritte beim Klimaschutz erreicht wurden, sind die CO2-Emissionen des Verkehrs seit 1999 nur in sehr geringem Umfang gesunken.

Wir alle stehen vor einer doppelten Herausforderung: Auf der einen Seite muss die technische Entwicklung von sparsamen Automobilen vorangetrieben werden, an deren Ende das Null-Emissions-Auto steht. Auf der anderen Seite brauchen wir einen anderen Umgang mit Mobilität. Die verschiedenen Verkehrsmittel müssen - insbesondere in städtischen Räumen mit einem guten Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln - so miteinander verknüpft werden, dass die Nutzung dieses Systems nicht nur billiger, sondern auch bequemer ist als das Fahren mit dem eigenen Auto“.

„In dieser Legislaturperiode ist wenig für den Radverkehr in Dormagen unternommen worden, trotzdem haben viele andere Kommunen dank bündnisgrüner Bemühungen große Fortschritte in der Förderung des Radverkehrs gemacht, auch wenn es hier immer noch großen Nachholbedarf gibt, insbesondere hier in Dormagen", so Fraktionssprecher Ingo Kolmorgen.

Der Nationale Radverkehrsplan des Bundes fördert den Bau von Radwegen an Bundesstraßen mit 100 Millionen Euro jährlich und schließt damit eine wichtige Lücke im Radverkehrsnetz. Für Pendler ist die Kombination aus Fahrrad und Bahn häufig die schnellste Möglichkeit, um aus der Region ins Zentrum einer Stadt zu gelangen. An vielen Bahnhöfen sind Radstationen entstanden, in denen die Fahrräder nicht nur sicher abgestellt werden können, sondern auch Serviceleistungen rund um das Fahrrad in Anspruch genommen werden können.

Der Aktionstag "In die Stadt - ohne mein Auto" soll Autofahrer dazu anregen, die Verkehrsalternativen auszuprobieren. Im öffentlichen Verkehr ist in den letzten Jahren viel passiert. Aus Beförderungsanstalten sind vielerorts kundenorientierte Dienstleistungsunternehmen geworden, die moderne Busse und Bahnen unterhalten. Das Bundesumweltministerium fördert in Modellvorhaben den Einsatz von Erdgasbussen und von Dieselbussen, die schon heute die europäischen Schadstoffnormen des Jahres 2008 erfüllen.

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