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Jetzt unbürokratisches Altersvorsorgekonto einführen!
vom 18.03.2003
Berlin.
Zu den Plänen der Rürup-Kommission, bis 2005 erste Schritte zur
nachgelagerten Besteuerung bei den privaten Altersvorsorgeaufwendungen
zu gehen, erklären die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dr. Thea
Dückert und die finanzpolitische Sprecherin Christine Scheel:
Wir begrüßen die Pläne der Rürup-Kommission, die steuerliche
Behandlung der Alterseinkünfte zu vereinheitlichen. Die
unterschiedliche steuerliche Behandlung der verschiedenen
Altersvorsorgemodelle ist nicht mehr zeitgemäß. Wir brauchen ein
einfaches, transparentes und verbraucherfreundliches Modell.
Die Bürgerinnen und Bürger wissen, dass sie über die gesetzliche Rente
hinaus für ihr Alter vorsorgen müssen. Mit der steuerlichen Riester-
Förderung bei Einbeziehung des selbstgenutzten Wohneigentums haben wir
erste finanzielle Anreize gesetzt. Das wollen wir aber einfacher,
verständlicher und flexibler gestalten, damit die Förderung von der
Bevölkerung auch wirklich angenommen wird.
Wir schlagen deshalb ein steuerlich gefördertes individuelles
Altersvorsorgekonto vor: Einzahlungen darauf sind bis zu einer
gewissen Höhe pro Jahr steuerfrei. Ebenso steuerfrei sind laufende
Erträge wie Zinsen, Dividenden und Veräußerungsgewinne. Die Entnahme
muss in voller Höhe versteuert werden. Vorübergehend können auch
Mittel zur Finanzierung des selbstgenutzten Wohneigentums entnommen
werden, wenn diese dann in absehbarer Zeit wieder eingelegt werden.
Der Bürger kann selbst entscheiden, welche Anlageprodukte er wählen
will, wann und in welcher Höhe die Auszahlung erfolgt. So schaffen wir
mehr Entscheidungsfreiheit und Eigenverantwortung in der privaten
Altersvorsorge.
Dieses einfache Modell setzt einen hohen Anreiz, für das Alter zu
sparen, und ist flexibel genug, sich auf individuelle
Lebenssituationen einzustellen. Gleichzeitig setzt es einen hohen
Anreiz, das Ersparte auch erst im Alter anzugreifen, denn bei Entnahme
in aktiven Zeiten entsteht auch eine entsprechend hohe
Steuerbelastung.
Die Rürup-Kommission hat uns bestätigt, dass der Ausbau der privaten
Altersvorsorge ein zentrales Standbein der Rentenreform ist. Wir
wollen die private Altersvorsorge mit dem individuellen
Altersvorsorgekonto attraktiv und einfach fördern. Damit können gerade
Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen die staatlichen
Förderangebote leichter nutzen.
( Pressemitteilung Nr. 170/2003 der Bundestagsfraktion B90/Grüne )
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